Einfluss von Haustieren auf Pollenallergien

Dr. Silvia Nold 13. März 2017 0
Einfluss von Haustieren auf Pollenallergien

Wer bereits Allergien hat, ist grundsätzlich anfälliger für die Entwicklung weiterer allergischer Erkrankungen. Darum sollten Allergie-Geplagte sich vor der Anschaffung eines Tieres auf jeden Fall Gedanken über das allergieauslösende Potential ihres Wunsch-Haustieres machen.

Wir haben darüber bereits berichtet. Hier finden Sie Tipps, wie Sie auch mit Haustier allergiefrei bleiben.

Wer unter Heuschnupfen leidet, der sollte auch beachten, dass Haustiere durchaus einen Einfluss auf die Pollenallergie haben.

Freigänger-Katzen und Hunde: Pollen im Fell

Wer unter starkem Heuschnupfen leidet, der kennt meist das Problem: War man draußen im Freien, wird man die Pollen oft nur schlecht wieder los. Es hilft dann, die Kleidung zu wechseln oder zu duschen und die Haare zu waschen, damit man die Allergieauslöser nicht dauerhaft mit sich herumträgt.

Haustierhalter (oder welche, die es werden wollen) sollten daran denken, dass auch Tiere aus dem Freien Pollen mitbringen. Katzen, die frei draußen herumlaufen dürfen, und auch Hunde streifen oft direkt durch hohes Gras und sammeln dort Gräserpollen oder Pollen, die vom Wind dorthin getragen wurden, im Fell ein. Das kann übrigens sogar für Kaninchen und Meerschweinchen gelten, wenn man diese ganz oder teilweise draußen hält und dann auf den Arm nimmt. Übrigens können Pollen auch durch die Haut aufgenommen werden, nicht nur durch die Atemwege. Wenn Sie Pollenallergiker(in) sind und in der Heuschnupfensaison nach Kontakt mit Ihrem Tier eine Hautreaktion beobachten, dann kann diese durch die Pollen im Fell bedingt sein und muss keine Tierhaarallergie sein.

Es kann helfen, mit dem Hund nur an gut gemähten Wegen Gassi zu gehen und wenn möglich zu Zeiten mit geringerem Pollenflug. Katzen und Hunde kann man nach dem Aufenthalt im Freien gründlich bürsten oder mit einem feuchten Tuch abreiben, um den Großteil (wenn auch nicht alle) Pollen zu entfernen. Das sollte idealerweise aber nicht der Allergiker selbst tun. Hunde kann man notfalls während der schlimmsten Heuschnupfen-Zeit auch häufiger baden – bei Katzen ist das in der Regel nicht möglich.

Hier gelangen Sie zu den weiteren Teilen der Artikel-Reihe Pollenallergie:

Teil 1: Zusammenhang von Feinstaub und Heuschnupfen
Teil 3: Alkohol kann Heuschnupfen verschlimmern

Teil 4: Neophythen und Klimawandel


Schreiben Sie Ihre Meinung »

*