Vitamin D und Allergien: Gibt es einen Zusammenhang?

Dr. Silvia Nold 24. Juli 2017 0
Vitamin D und Allergien: Gibt es einen Zusammenhang?

Ein Vitamin-D-Mangel ist in unseren Breiten nicht selten. Immer wieder hört man nun, dass ein Mangel an Vitamin D neben vielen anderen Auswirkungen auf den Körper auch Allergien begünstigt. Doch was ist wirklich dran und wie sehen aktuelle Forschungsergebnisse aus?

Vitamin-D-Mangel ist weit verbreitet

Vitamin D kann in der Haut aus Cholesterin gebildet werden, wenn genug Sonnenlicht, oder genauer gesagt UVB-Strahlung, vorhanden ist. Und genau hier liegt das Problem, denn im Winter ist die Sonneneinstrahlung niedrig. Einige Menschen arbeiten außerdem den ganzen Tag über in geschlossenen Räumen und kommen nur wenig an die Sonne. Aus diesem Grund leiden zwischen 40 und 80 Prozent aller Erwachsenen hierzulande, zumindest in den Wintermonaten, an einem Vitamin-D-Mangel. Mehr Informationen über das „Sonnenvitamin“ können Sie hier nachlesen.

Allergien und Vitamin D

Ein Vitamin-D-Mangel schwächt das Immunsystem und kann Allergien und Autoimmunerkrankungen begünstigen. Darum empfehlen viele Ärzte die Einnahme von Vitamin D bei Allergikern, vorausgesetzt dass diese einen nachgewiesenen Vitamin-D-Mangel haben.

Es gibt jedoch auch Menschen, die aufgrund ihrer Allergie und der Häufigkeit des Vitamin-D-Mangels hierzulande in Eigenregie vorsorglich Vitamin D einnehmen, das frei verkäuflich erhältlich ist. Hier sollten Betroffene aber vorsichtig sein, denn die Einnahme von Vitamin D kann in manchen Fällen sogar schädlich sein. Vitamin-D-Präparaten sollten daher nur auf ärztlichen Rat hin angewendet werden und nur dann, wenn tatsächlich ein Mangel besteht.

Wie lässt sich ein Vitamin-D-Mangel verhindern?

Sinnvoll ist es für Allergiker aber in jedem Fall, auf eine ausreichende Vitamin-D-Bildung zu achten, damit erst gar kein Mangel entsteht.

So bilden Sie ausreichend Vitamin D:

  • Drei- bis viermal wöchentlich 10 bis 20 Minuten ohne Sonnencreme und mit möglichst wenig Bekleidung in die Sonne gehen (für sehr helle Hauttypen reichen 10 Minuten).
  • Oktober bis März steht die Sonne niedriger, hier ist die Sonneneinstrahlung nur mittags und am frühen Nachmittag intensiv genug.
  • Nicht direkt nach dem Sonnenbad mit Seife oder Duschgel waschen, der Körper braucht etwas Zeit um das gebildete Vitamin D aus der obersten Hautschicht aufzunehmen und zu verteilen.

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