Ernährungstipps bei Histamin-Intoleranz

Andreea Simon 15. Januar 2018 Kommentare deaktiviert für Ernährungstipps bei Histamin-Intoleranz
Ernährungstipps bei Histamin-Intoleranz

Bei Histamin-Intoleranz muss vor allem auf die tägliche Ernährung geachtet werden. Viele Nahrungsmittel sollten vermieden, andere bevorzugt werden. Es ist nicht leicht, sich an solch einen Ernährungsstil zu gewöhnen. Doch mit der Zeit lernt man damit umzugehen und findet sogar so manche kreative Methoden, um das was auf den Teller kommt, neu und schmackhaft zu gestalten. Hier ein paar kleine Tipps, wie die Ernährung trotz Histamin-Inoleranz trotzdem Spaß machen kann.

Histamin-Intoleranz als Pseudoallergie

Eine Histamin-Intoleranz gehört zu den so genannten Pseudoallergien und stellt keine Unverträglichkeit dar, wie zum Beispiel eine Laktose-Intoleranz. Vielmehr ist hier der Abbauprozess des körpereigenen Botenstoffes Histamin gestört. Die so entstehende Anhäufung kann zu Beschwerden wie Kopfschmerzen, Durchfall, Schwellungen und sogar Herzrhythmusstörungen führen. Da Histamin jedoch auch in vielen Nahrungsmitteln vorkommt, gibt es als Betroffener bestimmte Dinge zu beachten.

Nahrungsmittel vermeiden

Der Grad der Histamin-Verträglichkeit ist sehr individuell und universale Verhaltensregeln daher kaum möglich. Grundsätzlich gilt: Je länger ein Produkt gelagert wurde, desto mehr Histamin kann entstehen. Es gibt daher einige Lebensmittel, die man vermeiden oder nur in Maßen genießen sollte:

  • Tomaten
  • Spinat
  • Sauerkraut
  • Bestimmte Wurstwaren, wie Salami oder Mettwurst
  • Hartkäse
  • Alkohol, besonders Rotwein
  • Koffeinhaltige Speisen und Getränke (schwarzer Tee, grüner Tee, Energy Drinks, …)
  • Geräucherte Waren
  • Schokolade und / oder Kakao
  • länger gelagerten Fisch, besonders Fischkonserven
  • Hefe bzw. Bäckerhefe
  • Hülsenfrüchte und Nüsse
  • Bestimmte Obstsorten wie Erdbeeren, Papaya, Ananas und teilweise Zitrusfrüchte

Mögliche tolerierte Lebensmittel

Es gibt auch Wege seine Ernährung umzustellen, auch ohne auf das Lieblingsessen zu verzichten. Statt Tomatensauce eignet sich auch eine Basis aus Paprika für eine Lasagne und fangfrischer Fisch schmeckt nicht nur besser, sondern ist in vielen Fällen auch gut verträglich. Frischkäse und (hefefreies) Dinkel- oder Roggenbrot bieten eine gute Alternative zu Baguette und Hartkäse.

Auch die meisten Obst- und Gemüsesorten stellen kein Problem dar, sofern Sie frisch sind und möglichst zeitnah verzehrt werden. Sogar auf das Glas Wein am Abend muss man mit Histamin-Unverträglichkeit nicht verzichten: Steigen Sie von Rotwein auf einen trockenen Weißwein um.

Grundsätzlich gilt: Probieren ist erlaubt, aber nur unter kontrollierten Bedingungen! Ein Ernährungsberater kann helfen festzustellen, für welche Lebensmittel man einen gewissen Grad an Verträglichkeit aufweist.

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