Ostereier färben mit Naturfarben

Mag. Dina Elmani 2. April 2018 Kommentare deaktiviert für Ostereier färben mit Naturfarben
Ostereier färben mit Naturfarben

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Was nützen dem Osterhasen Bio-Eier, wenn sie mit künstlichen Farbstoffen gefärbt werden? Nicht viel – denn die chemischen Wirkstoffe können beim Färbeprozess durch die poröse Schale ins Innere eindringen. Künstliche Färbemittel sind vor allem Allergikern ein Gräuel. Abhilfe schafft Mutter Natur, die ein breites Farbspektrum natürlicher Ersatzstoffe bietet. Alles, was Sie tun müssen ist, einen Färbesud ansetzen und die Eier darin hart kochen. Mit A wie Apfelbaumrinde bis Z wie Zwiebel können die unterschiedlichsten Farbtöne erzielt werden. Gänzlich chemiefrei.

Färbesud mit Pflanzen ansetzen

Den Sud erhält man, indem man zum Beispiel 300 Gramm Spinat mit einem Liter kaltem Wasser ansetzt. Anschließend kocht man das Ganze für zirka eine halbe Stunde. Anschließend wird der Spinat abgeseiht und das grün gefärbte Wasser weiterverwendet, um die Eier zu kochen. Im leicht siedenden Sud wird das Ei dann für etwa zehn Minuten hartgekocht. Die Eier müssen vollständig bedeckt sein. Die bunten Eier dürfen nach dem Färbevorgang allerdings nicht abgeschreckt werden. Die Gefahr, dass kleine Risse in der Schale entstehen, über die Keime eindringen könnten, ist zu groß.

Natürliche Farbstoffe für bunte Ostereier

Die Farbpalette, um einen Farbsud frei von chemischen Stoffen herzustellen, ist groß. Hier die gängigsten Farben und mit welchen Mitteln diese erzielt werden können.

Orange-braun: Zwiebelschalen, schwarzer Tee, Karottensaft, Kaffee

Gelb: Safran, Kamilleblätter, Kurkuma

Rot: Rotkraut, Rote Rüben, Apfelbaumrinde, Kirschsaft

Blau: Heidelbeeren, Malvenblüten

Grün: Spinat, Matetee, Petersilie

Muster malen kein Problem

Wer seine Kreativität in Form von Mustern oder Symbolen ausleben will, kann dies vor und nach dem Färbevorgang machen. Es besteht die Möglichkeit, die Eierschalen vorher mit Zitronensaftkonzentrat zu bemalen. Diese Stellen nehmen während des Färbens keine Farbe an und treten als weiße Muster hervor. Im Nachhinein eignen sich Faser- und Filzstifte für österliche Motive.

Färbetipps:

  • Zum Färben eignen sich am besten 7 bis 14 Tage alte Eier mit möglichst glatter Oberfläche. Sie haben eine etwas vergrößerte Luftkammer. Dadurch können beim Kochen im Farbsud Druckunterschiede leichter ausgeglichen werden und es entstehen nicht so leicht Risse.
  • 2 Esslöffel Essig im Sudwasser hellt die Farbe auf.
  • Pottasche intensiviert die Farbe.
  • Die Eier sollten nach dem Kochen nicht abgeschreckt werden. So wird verhindert, dass das Ei-Innere sich zusammenzieht und durch die poröse Schale Wasser und damit gegebenenfalls auch Keime in das Ei gelangen.
  • Wer die Eier zum Glänzen bringen will reibt sie mit einer Speckschwarte – Vegetarier nehmen Pflanzenöl und Küchenpapier – ein.
  • Die selbst gekochten Eier halten, sofern sie unbeschädigt sind, drei Wochen. Wurden die Eier nach dem Kochen abgeschreckt, verkürzt sich die Haltbarkeit auf wenige Tage. Auch hart gekochte Eier sollten nach Möglichkeit im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Quelle: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

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