Neurodermitis im Winter

Julia Maurer
Neurodermitis im Winter


Während andere den Winter freudig begrüßen, leiden Neurodermitis-Patienten an den Begleiterscheinungen der kalten Jahreszeit. Die trockene Haut wird durch die enge Bekleidung und deren Reibung noch mehr in Anspruch genommen.

Das Klima im Winter kann sich negativ auf die Haut von Neurodermitis-Patienten auswirken, denn um diese Jahreszeit ist die Haut besonders trocken und damit auch anfälliger. Neben Tipps für den Alltag helfen auch spezielle Hautpflegetipps, dem Väterchen Frost zu trotzen.

Das Hauptproblem entsteht durch die in Räumen vorherrschende warme, trockene Heizungsluft. Diese lässt die auch Haut austrocknen, was bei Neurodermitis-Patienten die Symptome verschlimmert. Die Folgen sind zusätzliches Bedürfnis nach Kratzen der juckenden Stellen sowie Mikrorisse in der Haut, die wiederum zu Entzündungen führen können.

Winter-Tipps für Neurodermitis-Patienten

Der allgemein übliche Schutz gegen die winterliche Kälte, nämlich dicke, warme Bekleidung im Zwiebelschalenprinzip, führt zum nächsten Problem. Da die Kleidung dadurch nicht mehr locker auf der Haut liegt, entsteht eine zusätzliche unangenehme Reibung, insbesondere an den ohnehin bereits empfindlichen Hautpartien.

  • Der erste Tipp lautet hier: Verzicht auf kratzende Fasern wie Schurwolle und Verwendung von dünnen Textilien, die generell besser vertragen werden. Insbesondere langärmelige Unterhemden beziehungsweise T-Shirts und Unterwäsche können helfen, die Reibung durch die Oberbekleidung zu verringern.
  • Um trockene Wohnungsluft zu verringern, sollte die Raumtemperatur auf etwa 20 Grad belassen werden. Häufiges, kurzzeitiges Lüften auf Stoß sorgt für frische Luft. Auch ein Raumbefeuchter kann wertvolle Dienste leisten.
  • Beim Gang nach draußen gilt Handschuhpflicht.
  • Ausreichende Versorgung mit Vitaminen und ausreichendes Trinken sind ebenfalls Pflicht.
  • Ganz besonders wichtig ist natürlich die eigentliche Hautpflege, die in diesen Monaten besonders intensiv durchgeführt werden muss. Feuchtigkeitscremes oder -lotionen mit Zusätzen wie Harnstoff oder D-Panthenol und ein entspannendes Bad mit Meersalz helfen der Haut, rückzufetten, wieder Feuchtigkeit zu speichern und sich zu regenerieren. Ansonsten sollte statt einem Bad die Dusche bevorzugt werden.
  • Bei starken Beschwerden wäre auch ein Urlaub im Süden oder in ein Reizklimagebiet wie die Nordsee oder das Hochgebirge eine denkbare Alternative.



Photo © Carmen Schwarz / pixelio.de

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