Schlecht behandeltes Asthma: Die Risiken

Ina Doering
Schlecht behandeltes Asthma: Die Risiken

Besonders viele Kinder leiden unter Asthma. Die Tendenz dazu ist steigend. Asthma ist dadurch zur häufigsten chronischen Krankheit im Kindesalter geworden. Die asthmatischen Beschwerden kennzeichnen sich dadurch, dass die Schleimhaut der Bronchien übermäßig viel Schleim produziert. Dazu stellt sich die Bronchialmuskulatur eng, und damit gelangt wenig Luft in die Lungen hinein und auch wieder heraus. Auslösend für diese Problematik sind zum großen Teil die Pollen von Gräsern und Blütenpflanzen. Aber auch andere Verursacher wie Schimmelpilze, Zigarettenrauch, Hausstaubmilben, der Küchendampf, Umweltschadstoffe oder einfach nur ein Kältereiz können bei den Betroffenen asthmatische Anfälle hervorrufen.

Oft haben Mediziner festgestellt, dass besonders Asthmakinder auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten besitzen. “Am häufigsten sind Reaktionen auf Milch, Weizen und Eier”, sagt Dr. med. Victor von Toenges, Facharzt für Allgemeinmedizin und Pädiatrie der Paracelsus Klinik Lustmühle in der Schweiz . Auch eine besonders verspannte Halsmuskulatur und eine damit in Zusammenhang stehende falsche Atmung können eine Grundlage für die Entwicklung von Asthma bilden. Wie entwickelt sich die körperliche Situation, wenn das Asthma nicht oder nur konventionell behandelt wird? Denn mit modernen Therapiemöglichkeiten und -methoden könnte Asthma teilweise sogar geheilt werden.

Lungenemphysem und Versteifung der Atemwege

Wird die Krankheit aus irgendeinem Grund nicht behandelt, können die Folgen auf den Körper schwerwiegend sein. Besonders die Lunge ist davon betroffen – Teile des Lungengewebes vernarben, möglicherweise entsteht sogar ein Lungenemphysem. Die Atemwege sind dann chronisch entzündet. Der Körper schützt sich gegen diese Entzündung, indem er die Wände der Bronchien umbaut. Durch diese Fibrosierung (Vernarbung) kann noch weniger Luft in die Lungen oder wieder heraus strömen, die Bronchien verlieren einen Teil ihrer Beweglichkeit, die Atemwege versteifen sich und das ohnehin schon beengende Gefühl im Brustkorb verstärkt sich.

Sauerstoffmangel und Herzinsuffizienz

Die Bronchialmuskulatur verdickt sich ebenfalls, was zu einer weiteren Verengung der Atemwege führt. Ein Luftstau in den Alveolen entsteht. Durch die Überlastung können sie beschädigt werden und das Fassungsvermögen der Lunge schrumpft damit. Es wird immer weniger Sauerstoff in das Blut abgegeben – ein Sauerstoffmangel entsteht. Diese schleichende Zerstörung des Körpers kann schließlich zum Tod des Asthmatikers führen, da der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden kann. Auch eine chronische Bronchitis, die durch die dauernde Entzündung der Atemwege möglicherweise entsteht, führt letzten Endes zu einem Lungenemphysem und damit zum Tode. Hinzu kommt in vielen Fällen eine Herzinsuffizienz.

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