Gartenarbeit trotz Allergie

Julia Maurer
Gartenarbeit trotz Allergie

Als Allergiker müssen Sie nicht auf einen Garten verzichten. Im Gegenteil sogar: Mit etwas Geschick kann er für Sie zur Oase werden. Ein Garten birgt für einen Allergiker immer das Risiko, dass er mit den spezifischen Allergenen in Kontakt kommt. Dies lässt sich jedoch leicht vermeiden. Dabei können sowohl Ziergarten als auch Nutzgarten helfen, der Allergie zu entkommen.

Schützen Sie sich gegen Pollen

Wichtig ist vor allen Dingen, die typischen Allergieauslöser zu kennen. Wenn es zum Beispiel Birkenpollen sind, sollten diese Pflanzen sich nicht gerade im Garten befinden. Gegen den Pollenflug selbst können Sie Ihren Garten schlecht schützen. Sich selbst sollten Sie dann durch entsprechende Kleidung schützen, wenn Sie sich im Garten aufhalten.

Tragen Sie bei der Gartenarbeit geschlossene Kleidung. Schützen Sie auch die Schleimhäute (Augen, Nase, Munde) und bedecken Sie den Kopf (Hut, Kopftuch). Duschen Sie nach getaner Arbeit, um anhaftende Pollen abzuwaschen.

Vermeiden Sie dann aber auch alles, was die Pollen aufwirbeln könnte, etwa Hecken schneiden oder Rasen mähen.

A propos Rasenmähen: Ein Mulchrasenmäher wirbelt weniger Staub auf. Mähen Sie möglichst am frühen Morgen, wenn das Gras noch etwas feucht ist. Notfalls hilft es auch, den Rasen vorher etwas zu befeuchten.

Gefahr aus der Hecke: Hecken können zwar Pollen abhalten. Doch spätestens beim Beschneiden der Hecke werden sie wieder aufgewirbelt. Hier gilt das Gleiche wie beim Rasen: Auch Hecken können vor dem Beschneiden etwas befeuchtet werden, um Pollen und Staub abzuwaschen oder zu binden. Je nach Allergietyp könnten auch die austretenden ätherischen Öle oder sogar der Kontakt mit der Hecke zum Problem werden.

Bei einer Allergie auf Gräser sollten Sie den Rasen möglichst kurz halten, um das Blühen zu verhindern. Lassen Sie diese Arbeiten möglichst von einem beschwerdefreien Familienmitglied erledigen. Ziergräser sind für Sie eher tabu.

Lassen Sie tausend Blumen blühen

Wer blüht, der vertraut auf die Bestäubung durch Insekten statt durch den Wind. Je prächtiger die Blüte, desto deutlicher das Signal für die tierischen Helfer. Und desto größer und schwerer die Pollen. Fragen Sie in Ihrer Gärtnerei gezielt nach solchen Bienenweide-Pflanzen.

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, werden Sie auch als Allergiker sicher viel Freude an Ihrem Garten haben.

Photo © Gaby Stein / pixelio.de

Kommentare zu diesem Thema beendet.