Cortison bei Asthma

Dr. Nina Hasiwa 15. Oktober 2018 0
Cortison bei Asthma

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Gefährlich oder hilfreich?

Menschen mit Heuschnupfen oder starker Neurodermitis bekommen sehr oft Medikamente verschrieben, die Cortison enthalten. Speziell bei starkem Juckreiz und allergischen Schüben verspricht Cortison eine Verbesserung des allgemeinen gesundheitlichen Zustandes und dem Patienten geht es sofort besser.

Was ist Cortison

Cortison ist dem körpereigenen Cortisol nachempfunden, ein Streßhormon, das in der Nebennierenrinde gebildet wird. Es aktiviert Stoffwechselvorgänge, dämpft das Immunsystem und hilft so, überschießende Reaktionen in Schach zu halten. Cortisol ist für uns überlebenswichtig.

Gefahren

Wird nun körperfremdes Cortison in größeren Mengen über einen längeren Zeitraum von außen zugeführt, verringert die Nebennierenrinde ihre Produktion oder stellt sie sogar ganz ein. Das kann sogar dazu führen, daß die Nebennierenrinde schrumpft und gar kein Cortisol mehr produziert. Setzt man das Cortison enthaltende Medikament ab, leidet der Körper an einem Cortisolmangel, der er nicht ausgleichen kann. Man hat somit eine Abhängigkeit kreiert, die fatale Folgen haben kann.

Es kommt darauf an…

Um die Nebenwirkungen gegen den Nutzen abschätzen zu können, muss man abwägen, wie stark das Präparat ist, wie es eingenommen wird und wie stark die zu bekämpfenden Symptome sind. So ist es deutlich weniger gefährlich Cortison in Form einer Salbe aufzutragen, da hier lokale Wirkungen auftreten als Cortison oral einzunehmen. Auch die Stelle an der es aufgetragen wird, spielt eine große Rolle: ist die Haut an der Auftragestelle dünn und durchlässig, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Cortison in den Gesamtorganismus gelangt deutlich größer.

Mögliche Nebenwirkungen

Bei konzentrierter Langzeiteinnahme können folgende unerwünschte Nebenwirkungen auftreten:
• Starke Gewichtszunahme
• Wasser-Einlagerungen im Gewebe
• Erhöhung der Blutfettwerte
• Der Mensch kann anfälliger für Infekte werden, da das Immunsystem unterdrückt wird
• Nieren- und Leberschäden
Daher wird empfohlen Cortison nur in kleinen Mengen und für einen kurzen Zeitraum einzunehmen.

Alternativen

Der Wirkstoff Cortison wurde in den letzten Jahren weiterentwickelt und viele seiner Nebenwirkungen sind heute fast nicht wahrnehmbar bei ähnlicher Wirkweise. Diesen neuen Medikamenten stehen Experten jedoch mit Mißtrauen gegenüber, da sie im Verdacht stehen die Lichtempfindlichkeit der Haut zu erhöhen und somit Hautkrebs und Lymphome in erhöhtem Maß möglich machen.

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